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Testbericht
STEREO 5/2009
Tune-Frisch-Filetstück
Eigentlich gibt es am Lyric Ti120
wahrlich nichts auszusetzen. Der 2006 vorgestellte
Vollverstärker etablierte sich in Heft 11/06 in
der Spitzenklasse von „stereoplay“ mit dem Preis-Leistungs-Urteil
„überragend.“
Röhren-Profi Stefan Noll, der
den ausgezeichneten Röhren-Vollverstärker für Cayin
Audio Distribution in Deutschland entwickelte, fand
dennoch diverse Verbesserungsmöglichkeiten. Werksgetunt
spielt der neue Ti120 Signature M, der parallel
zur Basisversion ins Programm aufgenommen wurde,
nicht nur preislich in einer anderen Liga. Für einen
vergleichsweise bescheidenen Aufpreis setzte das
aufwendige Klangtuning an vier wesentlichen Punkten
an. Statt der ebenso beliebten wie bewährten EL34-Ausgangsröhren
kommen noch hochwertigere KT88 von JJ Electronics
zum Einsatz. Das Röhren-Quartett verhilft der Signature-M-Version
zu noch feinerer Auflösung, besonders fein strukturierten
Höhen und Bässen sowie flüssigerer Mittenwiedergabe.
Zusätzliche Bassgewalt und Kontrolle
bringen die neuen Siebkondensatoren im Netzsteil,
die der britische Hersteller BHC beisteuert. Damit
nicht genug. Die legendären Mundorf M-Cap-Kondensatoren
im Signalweg der Eingangs- und Treiberstufe sorgen
vor allem im Mittel-Hochtonbereich für extrem saubere
und samtige Wiedergabe. Last but not least machen
größere und schnellere Gleichrichter den Röhrenverstärker
noch agiler im Ansprechen auf Impulse.
Unangetastet blieb die umfangreiche
Ausstattung mit Fernbedienung, umschaltbarem Faktor
der Gegegenkopplung zur individuellen Klangabstimmung
– Sie haben die Wahl zwischen räumlicher, sanfter
oder zupackend dynamischer Wiedergabe – und einer
von außen zugänglichen kanalgetrennten Bias-Justage.
Mit Hilfe von grünen und roten Leuchtdioden können
Sie jederzeit einen Bias-Feinabgleich der vier Endröhren
von außen mit dem Schraubenzieher vornehmen. Auf
welchem Level der Ti120 spielt und um wie viel besser
der neue Ti120 Signature M klingt, sollten Sie unbedingt
mit Ihren eigenen Ohren und CDs erleben.
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